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Schon mal über eine Promotion nachgedacht?

 

Je nachdem, was Du später beruflich machen möchtest, könnte eine Promotion von Vorteil sein. Vielleicht hat Dir auch das wissenschaftliche Forschen und Arbeiten so viel Spaß gemacht, dass Du Dich der Forschung widmen möchtest. Hier erhältst du erste Informationen, was eine Promotion bedeutet, welche Beratungs- und Förderangebote es für Promovierende am Graduiertenzentrum der Hochschule Koblenz gibt und an wen Du Dich bei Interesse wenden kannst.

Was bedeutet eigentlich Promotion?

Die Hochschule Koblenz hat, wie andere Hochschulen für angewandte Wissenschaften, kein eigenes Promotionsrecht. Promovieren kannst Du daher im engeren Sinne nur an einer Universität. Das heißt, Du musst dort einen Professor oder eine Professorin für die Betreuung und Begutachtung Deiner Doktorarbeit gewinnen. Bei der Betreuersuche, -auswahl und -ansprache sind oft die fachlich betreuenden Professorinnen oder Professoren der Hochschule Koblenz behilflich. Sie können aus rechtlichen Gründen nicht immer auch im Verfahren als Gutachterinnen bzw. Gutachter auftreten. Dennoch leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass immer mehr Hochschulangehörige promovieren können. Obwohl die Hochschule Koblenz kein eigenes Promotionsrecht hat, werden derzeit (Stand Nov. 2018) fast 80 Promovierende, dort fachlich betreut; das Thema der Dissertation spiegelt sich in Forschung und Lehre der HS KO wider.

 

Der Doktortitel ist der höchste deutsche Bildungsabschluss.

 

Damit weist du nach, dass Du mit einer Dissertation einen eigenen Beitrag zur Forschung erbracht hast, dass Du in jahrelanger Arbeit ein Forschungsthema durchdrungen hast, und das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hast. Der Doktortitel dokumentiert also wissenschaftliche Kenntnisse und Eigenständigkeit, die Befähigung zu einer gründlichen Arbeitsweise und nicht zuletzt Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen.

 

In Deutschland wird der Doktortitel als Teil des Namens geführt. Er wird damit in vielen administrativen, beruflichen und öffentlichen Kontexten genannt.

 

Der Doktortitel ist eine formale Voraussetzung für einige Karriereziele, wie die Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder an einer Universität. Wenn Du eine Professur anstrebst, führt – von wenigen Fächern, in denen ein Nachweis besonderer Leistungen die Promotion ersetzt, abgesehen – kein Weg an der Promotion vorbei.

 

Promovieren – das bezeichnet eigentlich die Handlung, jemandem den Doktorstatus zu verleihen. Die Promotion erfolgt durch einen Fachbereich/eine Fakultät einer Universität, deren Promotionsausschuss die Prüfungsleistungen abnimmt und bewertet. Der Promotionsausschuss besteht i.d.R. aus Professorinnen und Professoren der Universität.

 

Gebräuchlich ist das Verb promovieren aber auch für die Arbeit an der Dissertation bzw. für den Status auf dem Weg zum Doktortitel. Daher werden die Doktorandinnen und Doktoranden als „Promovierende“ bezeichnet und nicht die Professorinnen und Professoren, die den Doktortitel verleihen.

 

Promovieren – das ist keine Fortsetzung des Studiums, sondern eine Phase der eigenständigen Forschung. Die Promovierenden weisen damit nach, dass sie in der Lage sind, wissenschaftliche Probleme selbst zu erkennen, sie mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und damit einen eigenen Beitrag zur Forschung zu erbringen.

 

Promovieren umfasst im Wesentlichen zwei Prüfungsleistungen: die Dissertationsschrift und eine mündliche Prüfung. Dabei beansprucht das Erarbeiten und Verfassen der Dissertation mehrere Jahre, während die mündliche Prüfung innerhalb weniger Monate oder Wochen vorbereitet wird.

 

Was kommt bei einer Promotion eigentlich auf mich zu?

Wenn Du in einem bestimmten Fach promovieren möchtest, benötigst Du i.d.R. ein Masterstudium, das fachlich zum Promotionsfach passt, und einen festgelegten überdurchschnittlich guten Notenschnitt. Die exakten Voraussetzungen regelt die Promotionsordnung des Fachbereichs/der Fakultät der Universität. Über die formale Annahme entscheidet der Promotionsausschuss des dortigen Fachbereichs/der Fakultät.

 

Während das Abfassen einer Doktorarbeit in den Sozial- und Geisteswissenschaften in der Regel ein einsamer Prozess ist, geschieht das Promovieren in den MINT-Fächern oft eingebunden in eine Arbeitsgruppe oder ein Forschungsprojekt.


Davon kannst Du auf fachlicher und organisatorischer Ebene profitieren, weil Du Vorgehensweisen, Ergebnisse und Probleme diskutieren kannst und zugleich sehen kannst, wie andere Promovierende ihre Arbeit organisieren.

 

Promovieren erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation. Da es eine jahrelange Forschungszeit beinhaltet, ist es wichtig, die eigene Arbeit zu planen, zu strukturieren und gewissenhaft zu dokumentieren. Es kann sogar sein, dass Du keinerlei extern gesetzte Fristen für die Promotionsphase hast, wenn sich keine Fristen durch eine Arbeitsgruppe oder ein Forschungsprojekt ergeben.

 

Wenn Du promovieren möchtest, benötigst Du viel Eigeninitiative und Engagement. Den Weg, den Du mit Deiner Doktorarbeit beschreiten möchtest, ist noch niemand vor Dir gegangen. Du selbst musst im Verlauf entscheiden, welche Abzweigung Du nimmst, Du musst die richtigen Fragen stellen und neue Antworten finden. Deine Betreuerinnen und Betreuer können dabei nur beraten und begleiten.

 

Zu promovieren bedeutet heute oft nicht mehr „nur“ das Abfassen der Doktorarbeit. Viele Promovierende nutzen diese Phase bereits, um sich mit Vorträgen auf Tagungen oder Veröffentlichungen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu profilieren. Das bedeutet einen erhöhten Aufwand, kann sich aber auszahlen, um sich für eine wissenschaftliche Karriere zu empfehlen.

 

Eine Anstellung an einer Hochschule zu haben und zu promovieren, heißt nicht unbedingt, dass Du den Großteil Deiner Forschung in der eigentlichen Arbeitszeit leisten kannst. In aller Regel kommen andere Dienstaufgaben hinzu. Es kann sogar sein, dass die Promotion nicht Teil Deiner Stellenbeschreibung ist. In diesem Fall wirst Du einen besonders großen Teil Deiner Freizeit für das Promovieren aufbringen müssen.

 

Es ist die Regel, nicht die Ausnahme, dass die Arbeit an der Dissertation in die eigene Freizeit, in Feierabend und Wochenende, vielleicht auch Urlaubszeiten hinein reicht. Darüber solltest Du Dir klar sein, wenn Du dich dafür entscheidest zu promovieren.

 

 Ansprechpartnerinnen

 Dr. Birthe Thormann

 RheinAhrCampus,   Remagen

 Thormann(at)hs-koblenz.de

 

 Dr. Nina Mahrt

 Raum: D207

 RheinAhrCampus,  Remagen

 Mahrt(at)hs-koblenz.de

 Tel.: 02646 932 479

 

 Dr. Beate Feuchte

 Raum: D207

 RheinAhrCampus,   Remagen

 Feuchte(at)hs-koblenz.de

 Tel.: 02642 932 478

 

 Allgemeiner Kontakt

 Graduiertenzentrum(at)hs-koblenz.de

 Die Angebote des Graduiertenzentrums an der Hochschule Koblenz:

 

  1. Beratung promotionsinteressierter Masterstudierender sowie Absolventinnen und Absolventen der Hochschule,
  2. Regelmäßiges Seminarangebot zum Erwerb fachlicher und überfachlicher Qualifikationen (z.B. Methodenworkshops, Präsentation im wissenschaftlichen Kontext, Publikationen, Zeit- und Selbstmanagement),
  3. Information und Beratung über weitere Karrierewege, u.a. für das Karriereziel Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, durch Workshops und Informationsveranstaltungen,
  4. Informations- und Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Beruf/Wissenschaft und Familie gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro,
  5. Angebote zur Vernetzung der Promovierenden, darunter themenspezifische Kolloquien,
  6. Promotionsförderung – erstmals im Jahr 2017 mit Mitteln des Forschungszentrums der HS Koblenz (u.a. für Tagungsteilnahmen, Durchführung empirischer Forschung und Publikationen).

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Dieses Projekt wurde unterstützt durch das Carl-Zeiss-Stiftung Kolleg.

Kontakt:
Hochschule Koblenz
Konrad-Zuse-Str. 1
56075 Koblenz
+49 261 9528-0